Wenn dein Kind geplagt oder ausgegrenzt wird: Diese Geschichte macht Mut, sich Hilfe zu holen — denn das ist Stärke, nicht Petzen.
Ein personalisiertes Bilderbuch, in dem dein Kind die Hauptfigur ist — und diese Herausforderung selbst meistert. Die erste Geschichte ist gratis.
Diese Geschichte erstellenDie Jacke kommt zerrissen nach Hause, das Znünibrot unberührt zurück, und auf die Frage nach der Schule folgt nur ein Schulterzucken. Irgendwann sagt dein Kind vielleicht einen Satz, der dir das Herz zusammenzieht: «Die anderen wollen nicht, dass ich mitspiele.» Zu erfahren, dass das eigene Kind geplagt oder ausgegrenzt wird, gehört zu den schmerzhaftesten Momenten im Elternsein — und oft erfährt man es spät, weil Kinder lange darüber schweigen.
Warum schweigen betroffene Kinder? Meist aus Scham — und aus Angst, dass alles schlimmer wird, wenn sie «petzen». Viele glauben sogar, selbst schuld zu sein. Wichtig ist hier eine Unterscheidung: Ein Streit unter ungefähr Gleichstarken, der auch wieder vergeht, gehört zum Aufwachsen. Mobbing ist etwas anderes — es ist wiederholt, gezielt und trifft über längere Zeit immer dasselbe Kind, das sich allein nicht wehren kann. Genau deshalb lässt sich Mobbing auch nicht allein lösen: Es braucht Erwachsene, die hinschauen und handeln.
Eine Geschichte kann deinem Kind helfen, das Schweigen zu brechen. Über eine Buchfigur lässt sich sagen, was direkt zu sagen zu schwer wäre: «Dem geht es wie mir.» Das Erlebte bekommt Abstand und wird besprechbar. Dein Kind sieht ausserdem eine Heldenfigur, die denselben Weg geht — vom Alleinsein über den Mut, einem Erwachsenen zu erzählen, bis zur Erfahrung, dass Hilfe holen tatsächlich wirkt. Diesen Weg kann dein Kind innerlich durchspielen, bevor es den echten Schritt im echten Schulhaus wagt.
In der personalisierten Geschichte ist dein Kind diese Heldenfigur — mit dem eigenen Gesicht auf jeder Seite. Es spürt im Buch, wie sich Ausgrenzung anfühlt, entdeckt, dass es das nicht allein tragen muss, und nimmt die zentrale Botschaft mit: Sich Hilfe zu holen ist kein Petzen, sondern mutig. Verbündete tauchen auf — eine Lehrperson, ein Gspänli, die Familie — und gemeinsam verändert sich die Lage Schritt für Schritt. Die erste personalisierte Geschichte ist kostenlos; so kannst du prüfen, ob sie zur Situation deines Kindes passt.
Neben dem Buch braucht dein Kind vor allem dich: Stell offene Fragen («Mit wem hast du heute gespielt?») statt Verhörfragen. Glaub deinem Kind und bleib ruhig — kündige keine Alleingänge an, etwa die anderen Eltern zur Rede zu stellen; das erhöht den Druck auf dein Kind meist. Notiere Vorfälle mit Datum und such früh das Gespräch mit der Lehrperson oder der Schulsozialarbeit; Schulen haben eingespielte Wege, gegen Mobbing vorzugehen, ohne dein Kind blosszustellen. Und wenn dein Kind über Wochen nicht mehr zur Schule mag, schlecht schläft, über Bauch- oder Kopfweh klagt oder sich stark zurückzieht, zieh zusätzlich den schulpsychologischen Dienst oder eine Kindertherapeutin bei.
Sich Hilfe holen, Selbstbehauptung, Gefühle ausdrücken, Freundschaften stärken, Grenzen setzen.
5-11 Jahre
Warnzeichen sind unter anderem Schulunlust bis Schulverweigerung, verschwundene oder beschädigte Sachen, Schlafprobleme, Bauch- oder Kopfweh ohne Befund und Rückzug von Gspänli. Kein Zeichen ist für sich ein Beweis — such das ruhige Gespräch und stell offene Fragen, statt zu verhören.
Ein Streit passiert zwischen ungefähr Gleichstarken, ist situativ und geht vorbei — er gehört zum Aufwachsen. Mobbing ist wiederholt, gezielt und richtet sich über längere Zeit gegen dasselbe Kind, das sich allein nicht wehren kann. Deshalb braucht es bei Mobbing immer Erwachsene, die eingreifen.
Davon ist meist abzuraten — solche Gespräche eskalieren häufig und erhöhen den Druck auf dein Kind. Der wirksamere Weg führt über die Schule: Lehrperson, Schulsozialarbeit oder Schulleitung. Sie können strukturiert eingreifen, ohne dein Kind blosszustellen.
Eine einfache Unterscheidung hilft: Petzen will jemanden in Schwierigkeiten bringen — Hilfe holen will jemanden aus Schwierigkeiten herausholen. Wer sich oder andere schützt, zeigt Stärke. Dieses Umdeuten braucht Wiederholung, denn auf dem Pausenplatz gilt oft der gegenteilige Code.
Bleib dran und dokumentiere: Halte Vorfälle und Gespräche schriftlich fest und fordere konkrete nächste Schritte ein. Reagiert die Lehrperson nicht, geh zur Schulleitung, danach an die Schulsozialarbeit oder den schulpsychologischen Dienst. Dein Kind muss erleben, dass Erwachsene nicht lockerlassen.
Lade ein Foto deines Kindes hoch. Es wird zum illustrierten Helden der Geschichte.
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